Thayatal
National Park

Thayatal National Park

Green Canyon
of the Cats

In conjunction with Národni Park Podyjí, the Thayatal National Park protects one of the finest and most biodiverse valley landscapes in all of Europe. With its forest wilderness and idyllic river landscape, this gem in the High North provides a habitat to animals such as the European wildcat, which seemed to have disappeared from Austria a long time ago.

 

Size

The national park area in Lower Austria is 1,360 ha. Together with the Czech share, about 7,700 ha are protected.

Structure

92% forest

4% meadows

3% bodies of water

1% dry grasslands & rocks

Roots

The Thayatal National Park was established in 2000 and recognised by the IUCN as a protected area under category II in 2001.

Good to know

The protected area combines 44% of native flora into just 0.016% of the land area of Austria.

(c)D.Manhart
(c)Grühbaum

Naturraum Thayatal

Natur kennt keine Grenzen: Daher wahren mit dem Nationalpark Thayatal und seinem tschechischen Nachbarn gleich zwei Schutzgebiete eine der letzten naturnahen Tallandschaften Europas, die dank pannonischer und atlantischer Klimaeinflüsse einen enormen Artenreichtum hervorbringt.

Neben dichten Eichen-, Hainbuchen-, Rotbuchen-, Linden- und Bergahornwäldern, die rund 90% der Nationalparkfläche bedecken, schaffen Fett- und Magerwiesen, Trockenrasen und die frei fließende Thaya Lebensraum für zahlreiche seltene Tier- und Pflanzenarten.

Die lang gezogenen Schlingen des Flusses prägen das Gesicht der Hügellandschaft besonders: Dass sich die Thaya über Millionen von Jahren tief ins harte kristalline Gestein der Böhmischen Masse grub, sorgte für die Entstehung vielfältiger Hanglagen und Biotope, die ihren Status als Lebensader des Durchbruchstals bekräftigen.

(c)ClaudiaEbner
(c)D. Manhart

Tierwelt des Thayatals

Im Nationalpark Thayatal sind vor allem Vertreter der pannonisch-mitteleuropäischen Fauna wie Würfelnatter und Smaragdeidechse anzutreffen.

Dass 2007 erstmals die Präsenz von Wildkatzen nachgewiesen werden konnte, gilt als kleine Sensation: Denn viele Jahrzehnte galten die extrem scheuen Waldbewohner aus Österreich verschwunden. Obwohl sich die Tiere in freier Wildbahn kaum zeigen, bietet ein Nationalparkbesuch Gelegenheit, den Samtpfoten zu begegnen: Im Gehege des Nationalparkhauses sind mit Carlo und Frieda gleich zwei Vertreter dieser seltenen Art zu beobachten.

(c)NPTT

Zwischen Hardegg und Überstieg lässt sich der Schwarzstorch häufig beim Fischen beobachten. Der markante schwarze Stelzvogel kehrt bereits ab Mitte März aus seinem ostafrikanischen Winterquartier zurück und gehört zu den ersten tierischen Frühlingsboten im Thayatal.

(c)MGraf

Der einst weit verbreitete Europäische Edelkrebs zählt aufgrund von Gewässerverbauung und -verschmutzung, „Krebspest“ und Verdrängung durch nordamerikanische Arten zu den stark gefährdeten Tieren. Im Kajabachtal finden die nachtaktiven Krebse einen idealen, geschützten Lebensraum.

(c)SendorZeman

Die Larve des Hirschkäfers benötigt drei bis acht Jahre, um sich zum erwachsenen Käfer zu entwickeln. In dieser Zeit frisst sich das Insekt durch vermoderndes Holz, das als Nahrungsquelle, Brutstube und Unterschlupf dient. Die Totholzbestände des Wald-Nationalparks kommen dem größten europäischen Käfer daher sehr entgegen.

(c)D.Manhart
(c)Grühbaum

Pflanzenwelt des Thayatals

Der „Green Canyon“ im Norden Österreichs beheimatet neben großen Buchen- und Eichenwaldbeständen auch eine große Vielfalt an Sträuchern. Dazu zählt u.a. der Gelbe Hartriegel (Kornelkirsche), dessen Früchte gemeinhin als Dirndl bezeichnet werden.

Neben typischen Vertretern der pannonisch-mitteleuropäischen Flora sind im Nationalpark aber auch gefährdete und besonders bedrohte Pflanzenarten zu finden. Hierzu zählt etwa die erst kürzlich entdeckte Wegerich-Grasnelke.

(c)Ch. Übl

Das Hohe Perlgras ist in Österreich allein auf einem der trockenen Felsstandorte im Thayatal nachgewiesen. Die bis zu zwei Meter hohe Pflanze bevorzugt lichte, trockene Wälder mit felsigem Boden und neigt ihre Blüten gleich einer Perlenschnur zur Seite.

(c)D.Manhart

Aufgrund ihrer duftenden Wurzel und attraktiven Blütenform weckte die Bunte Schwertlilie bereits im alten Athen (278 v. Chr.) botanische Begierden. Der Nationalpark Thayatal beheimatet eine besonders seltene und gefährdete Art der goldgelb leuchtenden Blume.

(c)MGraf

Der unscheinbare Strauch des Gelben Hartriegels ist im Nationalparkgebiet häufig anzutreffen. Bemerkbar macht er sich nur zeitig im Frühling, wenn seine Blütenstände hervorleuchten und u.a. den Überstieg beim Umlaufberg in ein kräftiges Gelb tauchen. Für die Tierwelt sind seine frühen Blüten und späten Früchte (Dirndl) aber vor allem eins: eine ergiebige Nahrungsquelle.

Discover Nature

Silent
Natural Oasis

Impressive silence and a surprisingly imposing valley landscape make Austria’s smallest national park an attractive walking destination and refuge.

(c) R. Mirau
(c)PoppHackner
(c)ClaudiaEbner
The entire richness of the National Park

Always something to discover

(c) bild-it
(c) R. Mirau

Überstieg und Umlaufberg

Am Aussichtspunkt des Überstieg wird die landschaftsformende Kraft und lebensspendende Energie der Thaya eindrücklich erfahrbar. Mit seinem traumhaften Ausblick auf Flussmäander und Umlaufberg gehört er zu den Hotspots des Thayatalwegs – der schönsten Route des Nationalparkgebiets.

(c)PoppHackner
(c)D.Manhart

Kajabachtal

Das kühle, wildromantische Kajabachtal ermöglicht vielfältige Begegnungen mit Flora und Fauna des Schutzgebiets: Botanische Raritäten wie die Türkenbundlilie und üppige Auenvegetation sind hier ebenso anzutreffen wie seltene Flusskrebse und Feuersalamander. Wer nahe der Mündung des Kajabachs (in die Thaya) aus dem Wald blickt, sollte jedenfalls den Kopf heben: Mit etwas Glück nutzen gerade Schwarzstorch und Mäusebussard die thermischen Kräfte.

(c)D.Manhart
(c)D.Manhart

Einsiedlerweg

Der 5 km lange Rundwanderweg verdankt seinen Namen einem sagenumwitterten Eremiten aus der Zeit der Kreuzzüge, der hier in einer Felswand gelebt haben soll. Mit dem Wildkatzenweg umfasst die erste Etappe außerdem einen Themenweg für die ganze Familie, der Lebenswelt und Verhalten der wahrscheinlich scheusten Nationalparkbewohner näherbringt.

Experience even more

The Best Start
to Experiencing Nature

The varied range of information and activities for visitors to the Thayatal National Park invite us to uncover the secrets of the “Green Canyon”.

Nationalparkhaus

Das Nationalparkhaus nahe Hardegg ist zentrale Anlaufstelle für Gäste. Neben Infostelle, Naturforscherwerkstatt, Ausstellung „Natur-Geschichten“, großem Abenteuerspielplatz und Café bietet das Haus die Möglichkeit, Touren mit Rangerinnen und Rangern zu buchen, E-Bikes zu mieten oder einen der acht Wohnmobil-Stellplätze des Nationalparks in Anspruch zu nehmen. Mit dem 450 m² großen Wildkatzengehege ermöglicht die Besuchereinrichtung außerdem Begegnungen mit den sonst so scheuen Symboltieren des Thayatals.

 

Kontakt

Nationalparkhaus Thayatal-Podyjí

Merkersdorf 90

2082 Hardegg

Tel.: +43 (2949) 7005 0

office@np-thayatal.at

(c)Waldviertel Tourismus

Wildkatzencamp

Das Wildkatzen Camp liegt in unmittelbarer Nähe zum Nationalparkhaus und direkt am Rande des Nationalparkwaldes. Schulklassen und Jugendgruppen mit bis zu 60 Teilnehmern sind hier herzlich willkommen. Unsere Ranger begleiten die Abenteuer-Tage und ein Abendprogramm während des Aufenthalts, in der Freizeit können die Schülerinnen und Schüler den Wald mit seinen wilden Spielelementen wie einem Baumhaus oder einer Höhle erforschen, selber handwerklich beim Lagerbau oder in der Lehmgrube aktiv werden oder sich am Waldparcours austoben.

 

Kontakt

Nationalparkhaus Thayatal-Podyjí

Merkersdorf 90
2082 Hardegg
Tel.: +43 (2949) 7005 0

office@np-thayatal.at

Contact and Directions

Nationalpark Thayatal GmbH

Merkersdorf 90, 2082 Merkersdorf
Tel.: +43 (2949) 7005 0

office@np-thayatal.at

 

Supported by the Federal Government and the European Union.

© 2011-2020 - Nationalparks Austria | Imprint | Privacy Policy | Sitemap

Wir verwenden Cookies

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell, während andere uns helfen, diese Website und Ihre Erfahrung zu verbessern.

+