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Neuer Managementplan für den Nationalpark Donau-Auen

 
(Orth/Donau, 5.11.2009) NÖ „Nationalpark-Landesrat“ Dr. Stephan Pernkopf und Nationalparkdirektor Mag. Carl Manzano präsentierten den neuen Managementplan 2009 bis 2018 für den Nationalpark Donau-Auen.
 
„Das Bewusstsein für das unwiederbringliche Naturerbe, das wir mit und entlang der Donau haben, muss noch stärker in den Köpfen und Herzen der Menschen verankert werden. Im Vordergrund stehen der Schutz und die dynamische Entwicklung der Natur. Aber auch die Interessen der Anrainer werden mit entsprechendem Augenmaß berücksichtigt.“ erklärte Umweltlandesrat Dr. Pernkopf bei der Vorstellung des Managementplans.
 
Das neue Dokument schreibt die Leitlinien für die Entwicklung des niederösterreichischen Teils des Nationalpark Donau-Auen für die nächsten 10 Jahre fest und löst den alten, seit 1999 geltenden Managementplan ab. Aufbauend auf den guten Erfahrungen der letzten Jahre wurden klare strategische Ziele festgelegt:  
- Die zukünftigen Schwerpunkte des Nationalparks werden die Reduktion der menschlichen Eingriffe, die aktive Erhaltung spezieller Lebensräume und Arten sowie die Verbesserung der hydrologischen Rahmenbedingungen sein. 
- „Natur Natur sein lassen“: In ausgewiesenen Gebieten werden die menschlichen Eingriffe gänzlich zurückgenommen, damit ökologische Prozesse sich möglichst frei entwickeln können. 
- Die aktive Erhaltung bestimmter Arten und Lebensräume (z.B. Auwiesen, Heissländen) ist auch weiterhin eine wichtige Aufgabe des Nationalparks.  
- Mehr als 1 Million Besucher kommen jährlich in den Nationalpark. Diese müssen stärker für die Ziele des Nationalparks sensibilisiert werden. Dafür dienen ein optimiertes Besucherleitsystem, das Nationalpark-Zentrum, Nationalpark Info-Stellen sowie ein hochwertiges Bildungs- und Exkursionsprogramm.
- Aus der Erkenntnis, dass die österreichischen Donau-Auen nur ein Teil des großen Ökosystems Donau sind, ergibt sich die Notwendigkeit, verstärkt mit anderen Schutzgebieten zusammenzuarbeiten und über Ländergrenzen hinweg donauweite Schutzstrategien zu entwickeln.
 
Die vielen Detailregelungen im Managementplan, z.B. über den Zugang zum Nationalpark, die Wege für Besucher, das Rad fahren im Nationalpark-Gebiet, das Baden, Fischen oder Boot fahren, etc waren vor 10 Jahren noch sehr heftig und kontrovers diskutiert worden. Die damals gefundenen Lösungen haben sich durchgehend bewährt und wurden im neuen Managementplan kaum verändert.
 
Wie vor 10 Jahren hat der NÖ Nationalparkbeirat den von der Nationalparkverwaltung vorlegten Entwurf in mehreren Sitzungen und Ausschüssen intensiv diskutiert. Nach einem internen Begutachtungsverfahren wurde der Plan nun von der NÖ Landesregierung genehmigt. 
  
Fotocredits: Büro LR Dr. Pernkopf. Der Abdruck ist unter Nennung des Fotografen und im Zusammenhang mit Berichten über den Nationalpark Donau-Auen honorarfrei.
 
 
Rückfragen richten Sie bitte an:
Nationalpark Donau-Auen GmbH
Bettina Schuckert
Tel.: 02212/ 3450-16,
Mobil: 0676/ 84 223 553
b.schuckert@donauauen.at
 
 
Büro LR Dr. Pernkopf


 
 

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07.11.2009,