Georg Altenberger vertritt Schutzgemeinschaft der Grundeigentümer im NP Hohe Tauern
Eberle sichert weiterhin partnerschaftliches Miteinander zu
(Mittersill, 29.6.2009) Die Schutzgemeinschaft der Grundeigentümer im Nationalpark Hohe Tauern ist älter als der Nationalpark selbst. 1971 haben sich mit der Heiligenbluter Erklärung die Landeshauptleute von Kärnten, Salzburg und Tirol in der Heiligenbluter Erklärung zur Gründung eines Bundesländer übergreifenden Nationalparks Hohe Tauern bekannt. Im Jahr 1975, also schon 9 Jahre vor Inkrafttreten des Salzburger Nationalparkgesetzes haben sich die Grundeigentümer auf Salzburger Seite der Hohen Tauern zusammengeschlossen, um bei der Entwicklung eines Nationalparks mit einer Stimme und einer vor allem einer klaren Positionierung dabei zu sein. Aus der Interessensgemeinschaft ist 1982 der Verein 'Schutzgemeinschaft der Grundeigentümer im Nationalpark Hohe Tauern' hervor gegangen.
ÖR Ferdinand Oberhollenzer, der als Jahrzehnte langer Obmann der Schutzgemeinschaft die Nationalparkgeschichte von der Gründung bis zur Internationalen Anerkennung wesentlich mitgeprägt hat, hat bei der Vollversammlung der Schutzgemeinschaft am 21. April sein Amt zurück gelegt. Als sein Nachfolger wurde Georg Altenberger, Ammertalbauer aus Mittersill einstimmig gewählt. Nun wurde auch der Wechsel im Kuratorium des Salzburger Nationalparkfonds , dem obersten Entscheidungsgremium vollzogen. Georg Altenberger wird dort nicht nur die Interessen der Grundeigentümer zu vertreten haben, kraft Nationalparkgesetz ist er auch der 1. Stellvertreter der Vorsitzenden des Kuratoriums Landesrätin Doraja Eberle.
Nationalpark Landesrätin Doraja Eberle traf heute, 29.Juni 2009 in Hollersbach, wo Georg Altenberger die Lachgrund- und Hochalm im Nationalpark Hohe Tauern bewirtschaft, zu einem ersten Arbeitsgespräch zusammen. Eberle möchte den erfolgreichen Weg der Partnerschaft zwischen Grundeigentümern und Nationalpark 'ohne wenn und aber' fortsetzen. "Mir ist das so wichtig, dass ich es auch im Arbeitsübereinkommen der Landesregierung verankert wissen wollte und das ist mir auch so gelungen", so Eberle. Neben der Zusicherung, dass auch in budgetär schwierigen Zeiten die Mittel des Nationalparks für die Unterstützung der Almwirtschaft in der Außenzone und die Außernutzungstellung in der Kernzone unangetastet bleiben, wird Eberle insbesondere bei der anstehenden Novelle des Salzburger Nationalparkgesetzes von Anbeginn das Gespräch mit der Schutzgemeinschaft suchen.
Der neue Obmann der Schutzgemeinschaft Georg Altenberger wird der Kuratoriumsvorsitzenden und der Nationalparkverwaltung ein fairer Verhandlungspartner 'mit Handschlagqualität' sein und selbstverständlich für die Interessen seiner Mitglieder konsequent eintreten. Konsequent und fair, diese Eigenschaften hat Georg Altenberger schon bei den Verhandlungen für den Hochwasserschutz in Mittersill unter Beweis gestellt.
Im Nationalpark Hohe Tauern stehen 65% der Fläche im Eigentum bäuerlicher Betriebe. Das ist einzigartig unter den 6 Österreichischen Nationalparks aber auch in Europa. "Für einen partnerschaftlichen Umgang mit den unterschiedlichsten Interessen wendet die Nationalparkverwaltung seit jeher viel Zeit auf, was unseren Entscheidungen letztlich breite Akzeptanz und eine solide Basis gibt", ist Nationalpark Direktor Wolfgang Urban überzeugt. Und auch davon, dass es ohne Persönlichkeiten wie in den vergangenen Jahrzehnten Ferdinand Oberhollenzer an der Spitze der Grundeigentümer den Nationalpark Hohe Tauern mit seiner internationalen Anerkennung wie regionalen Akzeptanz nicht geben würde.
Die Schutzgemeinschaft der Grundeigentümer
Die Schutzgemeinschaft der Grundeigentümer im Nationalpark Hohe Tauern wurde 1975 als Interessensgemeinschaft und 1984 als Verein gegründet. Sie hat derzeit 113 Mitglieder und vertritt inklusive der Mitglieder von Agrargemeinschaften 184 land- und forstwirtschaftliche Betriebe. Zwei Vertreter der Schutzgemeinschaft, derzeit Obmann ÖR Ferdinand Oberhollenzer und Obmann Stv. ÖR Johann Steiner haben auch Sitz und Stimme im obersten Entscheidungsorgan des Nationalparks, im Nationalpark Kuratorium.
Jährlich unterstützt der Salzburger Nationalparkfonds die Grundeigentümer im Nationalpark im Rahmen einer Nationalparkprämie für die Bewirtschaftung der Almen in der Außenzone, im Rahmen von Ankaufsprämien für heimische Haustierrassen und im Rahmen von Investitionszuschüssen für Schindeldächer und heimische Zaunformen mit einer Gesamtsumme von € 315.000,--.
Jährlich werden auch jene Grundeigentümer entschädigt, welche sich zu einer vollkommenen, das heißt auch jagdlichen Außernutzungstellung von Flächen zur Erreichung der Internationalen Anerkennung des Nationalparks im Rahmen des Vertragsnaturschutzes bekennen. Dazu stehen insgesamt € 670.000,-- pro Jahr zur Verfügung.
In der Ausarbeitung von Entschädigungs- und Fördersätzen arbeitet die Nationalparkverwaltung eng mit der Schutzgemeinschaft zusammen, was Vertrauen schafft und beiden Partnern Sicherheit und langfristige Planung ermöglicht.
Im Nationalpark gibt es rund 120 Almen, auf welchen 360 Pferde, 6.800 Rinder, davon 1.300 Milchkühe weiden, weiters werden im Nationalpark 7.600 Schafe und Ziegen aufgetrieben.
Foto (NPHT):
Nationalpark Landesrätin Doraja Eberle, der neue Obmann Georg Altenberger aus Mittersill und Nationalpark Direktor Wolfgang Urban vereinbaren die Fortsetzung des partnerschaftlichen Weges als Erfolgsfaktor im Nationalpark Hohe Tauern

NPHT
Downloads
obmann_schutzgemeinschaft_090629.pdf (PDF 23,94 kB )
Eberle-Amertaler_2_090629.jpg (JPG 1780,67 kB )
03.07.2009,

