NP Hohe Tauern: Raurisertal ist 'European Destination of Excellence'
Eberle: Gelebte Partnerschaft Tourismus und Nationalpark als Erfolgsrezept
(Mittersill, 19.05.2009) "Ich bin sehr stolz, dass heute vor internationaler Jury im Marmorsaal des Wirtschaftsministeriums in Wien das Raurisertal als eine von insgesamt 3 European Destination of Excellence geführt wurde. Mit dem Modell des Nationalparktourismus, wie er vom Rauriser Tourismusverband, Gemeinde und Nationalparkverwaltung gemeinsam gelebt wird erfüllen wir alle Kriterien eines innovativen Tourismuskonzeptes, das den 'Allerweltsangeboten' eine klare Absage erteilt und sich zum ganz individuellen und regionalen Alleinstellungsmerkmal bekennt", freut sich Landesrätin Doraja Eberle über die Auszeichnung als 'European Destination of Excellence'.
Der EDEN - Award "European Destination of Excellence" ist der wohl prominenteste Preis für Tourismusdestinationen, welcher gemeinsam durch die Europäischer Kommission und den Mitgliedstaaten vergeben wird. In Österreich ist das Wirtschaftsministerium und die Österreich Werbung dafür verantwortlich. Ziel dieser europaweiten Initiative ist es unter anderem die Qualität und Vielfalt der europäischen Destinationen zu unterstreichen, Best Practice Modelle in Europa zu suchen und zu präsentieren und die Netzwerkbildung zu forcieren. Insgesamt wurde dieser Tourismuspreis in 22 Staaten der Europäischen Union ausgetragen. Die Nationalparkverwaltung und der Tourismusverband Rauris werden in den nächsten Monaten neben dem Biosphärenpark Großes Walsertal und dem Nationalpark Gesäuse Österreich auf der Ebene der europäischen Musterdestinationen vertreten.
Seit 1986 werden im Rauriser Tal Bartgeier ausgewildert. Eines der prominentesten Artenschutzprojekte in Europa. Es ist ein internationales Kooperationsprojekt unter mehr als 30 Zoos in ganz Europa und unter den großen Schutzgebieten im ganzen Alpenraum. "Wir haben in Rauris immer versucht, diesem Projekt nicht nur naturwissenschaftlich gerecht zu werden, sondern auch den Bereich der Bildung und Besucherinformation bis hin zu touristischen Angeboten nicht zu kurz kommen zu lassen", nennt Nationalpark Direktor Wolfgang Urban eine ganze Reihe von erfolgreichen Beispielen von den geführten Greifvogelbeobachtungen im Krumltal bis zur Errichtung und Betrieb des Nationalparkhauses 'Könige der Lüfte' in Rauris-Wörth.
Qualitativ hochwertige und einzigartige Erlebnisangebote der Nationalparkverwaltung sind die eine Seite, es braucht aber auch die Bereitschaft zur touristischen Umsetzung sowie Überzeugung und Mut, sich einem Alleinstellungsmerkmal voll und ganz zu widmen. "Das ist den Rauriser Tourismusverantwortlichen mit Obmann Siegfried Rasser und Geschäftsführerin Marina Breycha auf professionelle Weise gelungen", freut sich Bürgermeister Robert Reiter über die Auszeichnung seiner Nationalparkgemeinde.
Seit Monaten beschäftigt sich auch eine von Wirtschaftsministerium und Lebensministerium eingerichtete Task Force 'Tourismus und Nationalparks' damit, die international weitum anerkannte Arbeit der österreichischen Nationalparks besser in Wert zu setzen. Erste Ergebnisse zeigen, dass das nicht bloß eine Marketingaufgabe ist, sondern primär eine Frage, ob die Nationalparkidee auf Ebene der Nationalparkgemeinden und Betriebe tatsächlich auch gelebt wird. "So wie es der Tourismusverband Raurisertal vorzeigt, braucht es die Partner dort, wo dann letztlich auch der Gast betreut wird, und das ist nicht in den teuren Marketingbüros und Werbeagenturen, sondern vor Ort in den Tourismusverbänden und Betrieben", möchte Eberle zu vielen gelebten Partnerschaften mit dem Nationalpark motivieren.

NPHT
von links: Bgm. Robert Reiter, Marina Breycha, Umweltminister Niki Berlakowich, NP-Direktor Wolfgang Urban, Gebietsleiter Manfred Höger, Siegfried Rasser

LPB
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19.05.2009,

