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NP Hohe Tauern Salzburg: Nationalpark-Pionier mit Handschlagqualität

ÖR Ferdinand Oberhollenzer übergibt Schutzgemeinschaft der Grundeigentümer in bestem Zustand

 
(Mittersill, 21.04.2009) Die Schutzgemeinschaft der Grundeigentümer im Nationalpark Hohe Tauern ist älter als der Nationalpark selbst. 1971 haben sich mit der Heiligenbluter Erklärung die Landeshauptleute von Kärnten, Salzburg und Tirol in der Heiligenbluter Erklärung zur Gründung eines Bundesländer übergreifenden Nationalparks Hohe Tauern bekannt. Im Jahr 1975, also schon 9 Jahre vor Inkrafttreten des Salzburger Nationalparkgesetzes haben sich die Grundeigentümer auf Salzburger Seite der Hohen Tauern zusammengeschlossen, um bei der Entwicklung eines Nationalparks mit einer Stimme und einer vor allem einer klaren Positionierung dabei zu sein. Aus der Interessensgemeinschaft ist 1982 der Verein 'Schutzgemeinschaft der Grundeigentümer im Nationalpark Hohe Tauern' hervor gegangen.
 
Schon bei der Gründungsversammlung der Schutzgemeinschaft war der damalige Bürgermeister von Krimml ÖR Ferdinand Oberhollenzer als Gründungsmitglied und Obmann-Stellvertreter dabei. Und 1984 hat er dann die Führung in der Schutzgemeinschaft übernommen und so die gesamte Geschichte des Nationalparks Hohe Tauern von der Gründung auf Salzburger Seite im Jahr 1984 über die Internationale Anerkennung im Jahr 2006 und die Errichtung des Nationalparkzentrums bis heute wesentlich geprägt und mit gestaltet.
 
Seit Bestehen des Nationalparks ist Oberhollenzer im Nationalpark Kuratorium, dem "Aufsichtsrat" des Nationalparks als Stellvertreter des jeweils ressortzuständigen Regierungsmitgliedes, das kraft Nationalparkgesetz den Vorsitz führt, die konstante Führungspersönlichkeit. Die Landeshauptmänner Hans Katschthaler und Franz Schausberger sowie Landesrätin Doraja Eberle bauten auf sein Wissen und seine Erfahrung. In der heutigen Vollversammlung der Schutzgemeinschaft hat ÖR Ferdinand Oberhollenzer die Obamnnschaft zurück gelegt und seinem Nachfolger Georg Altenberger aus Mittersiller einen bestens bestellten "Hof" übergeben.
 
"Es ist beeindruckend, wie überzeugt Ferdinand Oberhollenzer immer hinter der weltweiten Nationalparkidee gestanden hat und gleichzeitig die Interessen der Grundeigentümer in einer Weise und mit einem Ergebnis vertreten hat, das kein besseres sein könnte", würdigt Landesrätin Eberle die Verdienste Oberhollenzers. Eberle hat eine gesonderte Ehrung durch das Land Salzburg für die offizielle Amtsübergabe Oberhollenzers im Kuratorium bereits angekündigt.
 
Im Nationalpark Hohe Tauern stehen 65% der Fläche im Eigentum bäuerlicher Betriebe. Das ist einzigartig unter den 6 Österreichischen Nationalparks aber auch in Europa. "Für einen partnerschaftlichen Umgang mit den unterschiedlichsten Interessen wendet die  Nationalparkverwaltung seit jeher viel Zeit auf, was unseren Entscheidungen letztlich breite Akzeptanz und eine solide Basis gibt", ist Nationalpark Direktor Wolfgang Urban überzeugt. Und auch davon, dass es ohne eine Persönlichkeit wie Ferdinand Oberhollenzer den Nationalpark Hohe Tauern mit seiner internationalen Anerkennung wie regionalen Akzeptanz nicht geben würde. 
 
Die Schutzgemeinschaft der Grundeigentümer im Nationalpark Hohe Tauern wurde 1975 als Interessensgemeinschaft und 1984 als Verein gegründet. Sie hat derzeit 113 Mitglieder und vertritt inklusive der Mitglieder von Agrargemeinschaften 184 land- und forstwirtschaftliche Betriebe. Zwei Vertreter der Schutzgemeinschaft, derzeit Obmann ÖR Ferdinand Oberhollenzer und Obmann Stv. ÖR Johann Steiner haben auch Sitz und Stimme im obersten Entscheidungsorgan des Nationalparks, im Nationalpark Kuratorium.
 
Jährlich unterstützt der Salzburger Nationalparkfonds die Grundeigentümer im Nationalpark im Rahmen einer Nationalparkprämie für die Bewirtschaftung der Almen in der Außenzone, im Rahmen von Ankaufsprämien für heimische Haustierrassen und im Rahmen von Investitionszuschüssen für Schindeldächer und heimische Zaunformen mit einer Gesamtsumme von € 315.000,--.
 
Jährlich werden auch jene Grundeigentümer entschädigt, welche sich zu einer vollkommenen, das heißt auch jagdlichen Außernutzungstellung von Flächen zur Erreichung der Internationalen Anerkennung des Nationalparks im Rahmen des Vertragsnaturschutzes bekennen. Dazu stehen insgesamt € 670.000,-- pro Jahr zur Verfügung.
 
In der Ausarbeitung von Entschädigungs- und Fördersätzen arbeitet die Nationalparkverwaltung eng mit der Schutzgemeinschaft zusammen, was Vertrauen schafft und beiden Partnern Sicherheit und langfristige Planung ermöglicht.
 
Im Nationalpark gibt es Almen, auf welchen 360 Pferde, 6.800 Rinder weiden, weiters werden im Nationalpark 7.600 Schafe und Ziegen aufgetrieben. 
  
NPHT
 
Nationalpark Landesrätin Doraja Eberle und ÖR Ferdinand Oberhollenzer machten den partnerschaftlichen Umgang zum Erfolg für den Nationalpark – letztlich bis zur Internationalen Anerkennung 
  
 
Huber

 
ÖR Ferdinand Oberhollenzer in der Mitte seiner Geschäftsführer DI Johann Staffl und DI Johann Brunnauer (rechts) sowie der beiden Nationalpark Direktoren HR DI Harald Kremser und DI Wolfgang Urban (links)
 

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28.04.2009,