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NP Hohe Tauern: Jagd und Fischerei – wichtige Partner im Nationalparkmanagement

Landesrätin Doraja Eberle lud zum ersten "Nationalparkhoagascht"

 
(Mittersill, 26.02.2009) Die Messe "Hohe Jagd und Fischerei", vom 26. Februar bis 1. März im Messezentrum Salzburg, ist bei Ausstellern und Besuchern gleichermaßen beliebt. Sie ist auch ein idealer Treffpunkt, um gemeinsame Vorhaben zu planen und Partnerschaften zu festigen. Die für den Nationalpark Hohe Tauern ressortzuständige Landesrätin Doraja Eberle lud am Eröffnungstag zu einem "Nationalparkhoagascht" am Nationalparkstand. "Alle im Nationalpark aufeinander treffenden Interessen möchte ich hier zu Gesprächen, Diskussionen und zu einem ungezwungenen wie spannenden Meinungsaustausch zusammen bringen", nennt Eberle das Ziel ihres "Nationalparkhoagschts".
 
Die Salzburger Jägerschaft engagiert sich im Nationalpark Hohe Tauern schon heute erfolgreich im Rahmen der beiden Steinwild Hegegemeinschaften sowie beim Bartgeier Monitoring. Auch die Internationale Anerkennung des Nationalparks wurde nur möglich, indem beide Seiten aufeinander zugingen und gemeinsam mit den Grundeigentümern die Bereiche der international geforderten Außernutzungstellung festgelegt wurden. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: in kaum einem anderen Nationalpark der Welt wurden die Kriterien nicht nur über hoheitliche Vorschriften, sondern im Wesentlichen über privatrechtliche Naturschutzverträge erfüllt, berichtet Nationalparkdirektor Wolfgang Urban.
 
Die Jägerschaft hat bewiesen, dass sie nicht zuletzt aufgrund einer profunden Ausbildung und der ohnehin hohen wildtierökologischen Standards im Salzburger Jagdgesetz auch mit den Erfordernissen eines Großschutzgebietes zurecht kommt. Das wird auch in Zukunft die Basis für erfolgreiche Kooperationen darstellen, sind Eberle und Landesjägermeister Josef Eder überzeugt.
 
Eine erst wenige Jahre junge Partnerschaft ist der Nationalpark Hohe Tauern mit der Salzburger Fischerei eingegangen. Finanziell sehr maßgeblich unterstützt durch die Privatbrauerei Stiegl ist man im Nationalpark dabei, die stark dezimierten Populationen des heimischen Donautypus der Bachforelle wieder vermehrt in die Nationalpark Gewässer einzubringen. Zur Zeit dominiert die Atlantik stämmige Bachforelle unsere heimischen Gewässer. Nur über genetische Analysen konnte man im Nationalpark Hohe Tauern der "Urforelle" der Nationalparkregion auf die Spur kommen. Mittlerweile ist das Interesse der Salzburger Fischerei an den Arbeiten im Nationalpark sehr groß und in einigen Fischereivereinen wird schon über die aktive Nachzucht nachgedacht, freut sich Eberle gemeinsam mit Landesfischermeister Gerhard Langmaier.
 
Auch in den kommenden Jahren wird es viel Bedarf an partnerschaftlicher Zusammenarbeit zur nachhaltigen Festigung der Nationalparkidee in den Hohen Tauern geben. Alle sind sich deshalb einig, den heuer erstmals durchgeführten "Nationalparkhoagascht" auf der Messe Hohe Jagd und Fischerei zu einer traditionellen Einrichtung werden zu lassen.
 
Im Rahmen des ersten "Nationalparkhoagaschts" stellte Eberle auch die neue Fachpublikation "Könige der Lüfte" vor, ein Gemeinschaftsprojekt der Nationalparkverwaltung mit dem Riserva Naturale Lago di Cornino. Hier erfährt der interessierte Naturliebhaber alles über die drei faszinierenden Greifvögel Bartgeier, Steinadler und Gänsegeier, populärwissenschaftlich aufbereitet und mit einzigartigem Bildmaterial illustriert. Erhältlich auch in der Nationalparkverwaltung in Mittersill unter 06562/40849 bzw über nationalpark@salzburg.gv.at um eine Schutzgebühr von € 3,--. 
  


LPB

 
Foto (LPB): Landesrätin Doraja Eberle am Nationalparkstand bei der Hohen Jagd und Fischerei, hier mit (v.l.n.r.) Landesfischermeister Gerhard Langmaier, NP-Dir Wolfgang Urban, NP-Kurator und Bgm Leo Madreiter, Landersat Sepp Eisl und Landesjägermeister Josef Eder.

 
NP Hohe Tauern

 

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02.03.2009,