NP Hohe Tauern: Pinzgauerin erhält österreichischen Nationalpark-Forschungspreis
Katharina Zehentner aus Taxenbach in Wien ausgezeichnet
Im Marmorsaal des Lebensministeriums in Wien wurde am 13.Jänner 2009 zum dritten Mal der "Österreichische Nationalpark-Forschungspreis für DiplomandInnen und DissertantInnen" vergeben. Aus den an die 70 AnwärterInnen des alle 2 Jahre ausgelobten Preises für herausragende wissenschaftliche Arbeiten mit Bezug zu den sechs Österreichischen Nationalparks ist diesmal auch eine Pinzgauerin als Preisträgerin hervor gegangen.
Katharina Zehentner aus Taxenbach hat vor mehr als einem Jahr ihre Studien der Betriebswirtschaft und Wirtschaftspädagogik an der Leopold-Franzens-Universität in Innsbruck mit der Erlangung des akademischen Grades einer Magistra der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften erfolgreich abgeschlossen. Auf dem Weg dahin widmete sie sich in ihrer Diplomarbeit, betreut von Univ.Prof.Dr. Christian Smekal, dem Thema "Der Salzburger Anteil des Nationalparks Hohe Tauern als Marketingstrategie für Wirtschaftstreibende in der Region".
"Bei den geführten Interviews im Rahmen ihrer Erhebungen hat Katharina Zehentner schon das Gefühl vermittelt, dass es ihr um mehr geht als bloß eine Abschlussarbeit für ihr Studium zu schreiben. Sie ist einerseits überzeugt von der weltweiten Nationalparkidee und andererseits ein bodenständiger Mensch, der fest mit der Heimat und deren nachhaltigen Weiterentwicklung als Ziel verbunden ist", erinnert sich Nationalparkdirektor Wolfgang Urban. Wenn das mit der Fähigkeit zusammentrifft, das gestellte Thema auch wissenschaftlich präzise aufzubereiten, dann ist das jedenfalls eine Nominierung zum Österreichischen Nationalpark-Forschungspreis wert.
Katharina Zehentner geht in ihrer Arbeit von der internationalen Geschichte der Nationalparkidee aus und kommt über die weltweiten IUCN Kriterien für das Management von Großschutzgebieten zur derzeitigen Ausgangssituation in Österreich und speziell in den Hohen Tauern. Nationalpark als Marke, als Produkt- und Marktentwicklungsstrategie, als Diversifikation, als Kooperationsstrategie und schließlich als Strategie zur ökologischen Marktabsicherung sind Aspekte, die erstmals in dieser Deutlichkeit für den Nationalpark formuliert werden. Selbstverständlich gibt Katharina Zehentner aber auch dem sozioökonomischen Profil der Nationalparkregion breiten Raum zur Behandlung. Aus all den zusammengetragenen Daten und Fakten werden schließlich Möglichkeiten der Erzielung regionalwirtschaftlicher Effekte durch Inwertsetzung konkret diskutiert.
Katharina Zehentner kommt zum Schluss, dass der Nationalpark Hohe Tauern eine Chance darstellt, die Region in soziokultureller, ökonomischer und ökologischer Hinsicht für die und mit der einheimischen Bevölkerung attraktiv und lebenswert zu gestalten. Nicht ein duldendes "Nebeneinander" sondern ein innovatives "Miteinander" von Bevölkerung Nationalpark kann die erfolgreiche Zukunft sein.
"Abgesehen von dem wissenschaftlichen Ergebnis aus dieser Arbeit wünsche ich der Bevölkerung der Nationalparkregion und der Nationalparkverwaltung, dass dies gelingen möge und der Nationalpark vermehrt als Chance und wertvolle Ressource der Region erkannt wird", so die junge Pinzgauer Betriebswirtin Katharina Zehentner.
Foto (NPHT):
Die Preisträgerin Katharina Zehentner aus Taxenbach mit Umweltminister Niki Berlakovich und Nationalparkdirektor Wolfgang Urban bei der Verleihung des "Dritten Österreichischen Nationalpark-Forschungspreises" in Wien

NP Hohe Tauern
Downloads
HT_Auszeichnung_Zehenter.JPG (JPG 3045,83 kB )
14.01.2009,

