http://www.nationalparks.at
Home

Servicelinks

Hauptnavigation

Suche



Standort

Inhalte

Hurra, Schneeglöckchen!

Endlich vertrautes Blütenmeer in den Donau-Auen

 
(Orth/Donau, 15.03.2005) Bedingt durch die außergewöhnlich lange Winterperiode mit Schnee und eisiger Temperatur haben die Schneeglöckchen heuer auf sich warten lassen. Doch nun bietet sich endlich wieder das vertraute Blütenmeer in der Au.
 
Das Schneeglöckchen treibt im Frühling aus einer Zwiebel aus. Neben zwei langen Laubblättern wird zwischen Februar und April eine einzelne, nach unten hängende Blüte gebildet. Die Ausbreitung erfolgt durch Ameisen – angelockt werden diese durch ein schmackhaftes Samenanhängsel. Als Frühblüher nutzt das Schneeglöckchen das erhöhte Lichtangebot, bevor die Laubbäume austreiben. Wenn es im Wald schattig wird hat es bereits erfolgreich geblüht und genug Reservestoffe für die nächste Saison in seiner Zwiebel gespeichert.
Besiedelt werden Auwälder sowie lehmige und feuchte Edellaubwälder. Die Art ist im nördlichen Alpenvorland regional gefährdet, in Wien und Niederösterreich teilweise geschützt. In Tirol fehlt das Schneeglöckchen, in Kärnten kommt es nur auf Grund verwilderter kultivierter Exemplare vor.
 
So sehr sich Spaziergänger nach dem langen Winter an der frischen Pracht erfreuen, ist doch Rücksicht geboten: es dürfen im Sinne des Naturschutzes nur Blüten im Höchstausmaß eines Handstraußes gepflückt werden. Besser, man lässt die Schneeglöckchen überhaupt wo sie sind und erfreut sich vor Ort, draußen im Grünen an ihrer zarten Schönheit.
 

Downloads

31.03.2005,