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Nationalpark
Foto: C. Baumgartner

Managementpläne


Ein Ziel ist es, Ökosysteme, die durch menschliche Nutzungen stark verändert wurden, wieder in naturnahe Systeme überzuführen.

 
In den vorgeschriebenen Managementplänen der Nationalparkverwaltungen sind Art und Ausmaß der Maßnahmen festgelegt, die für die Umwandlung der betroffenen Bestände (z.B. Waldgesellschaften, Wiesen) vorgesehen sind. Bei den Nationalparks, die auf Gründen der Österreichischen Bundesforste errichtet wurden, sind ÖBF-Mitarbeiter mit Teilen des Naturraum-Managements betraut.

Sowohl in den österreichischen als auch den meisten europäischen Nationalparks wird in der Bewahrungszone aus Gründen der Erhaltung der biologischen Vielfalt die bäuerliche Kulturlandschaft erhalten. So werden etwa traditionell betriebene Almwirtschaft (Hohe Tauern, OÖ Kalkalpen) oder Beweidung (Neusiedler See - Seewinkel) unter bestimmten Auflagen gefördert.
 
Wiesen stellen durch ihren Artenreichtum bei Pflanzen und als wertvoller Lebensraum für viele Tierarten einen ökologisch wichtigen Teil unserer Nationalparks dar. Für sie wurden spezielle Pflegemaßnahmen entwickelt, wie beispielswiese die Mahd im Nationalpark Thayatal oder die Beweidung durch Rinder, Pferde und Esel im Nationalpark Neusiedler See - Seewinkel. Zum Wiesenmanagement gehört natürlich auch der Verzicht auf Dünger und Pestizide.

Bei der Fischerei sind Regelungen hinsichtlich des Besatzes mit standortfremden Arten notwendig, aber auch Einschränkungen bei der Befischung. Als wichtige Grundlage für die Managementpläne und die Bestandskontrolle wird durch Elektrofischen die Zusammensetzung der Fischfauna ermittelt.

Beim Waldmanagement wird versucht, unbedingt notwendige Eingriffe möglichst schonend vorzunehmen. Grundsätzlich soll der Wald möglichst naturnah sein. So werden z.B. im Nationalpark OÖ Kalkalpen, dem "Waldnationalpark" Österreichs, durch entsprechende Umwandlungsmaßnahmen aus Fichtenforsten wieder standortgerechte Mischwälder.
 

03.05.2011,