Nationalpark Thayatal
Die Thaya hat an der Grenze zu Tschechien eine einzigartige Landschaft geschaffen, das Thayatal. Im Schatten des "Eisernen Vorhangs" blieb dieses Tal durch Jahrzehnte nahezu unberührt. Heute schützen die Nationalparks Thayatal (Österreich) und Podyjí (Tschechien) diesen vielfältigen und wertvollen Lebensraum.
Bis zu 150 Meter tief hat sich die Thaya in das kristalline Gestein der Böhmischen Masse eingegraben. Glanzstück ist der 60 Hektar große und 378 Meter hohe Umlaufberg, der von der Thaya fast zur Gänze umflossen wird. Hier, an der Grenze zwischen dem rauen Klima des Waldviertels und dem pannonisch beeinflussten trockenen Weinviertel, drängt sich auf kleinem Raum eine besonders hohe Vielfalt von Pflanzen. Fast die Hälfte aller in Österreich vorkommenden Pflanzenarten gibt es in diesem Tal. An kargen, steilen Hängen der Thaya sind die Trockenrasen trotz widriger Lebensbedingungen voll botanischer Raritäten.
Fischotter, Schwarzstorch und Smaragdeidechse haben hier eine Heimat, und mit etwas Glück kann man sie bei der Wanderung beobachten. Auf 25 Flusskilometern bildet die Thaya die Staatsgrenze zwischen Tschechien und Österreich. Im tschechischen Teil zeugen Reste des „Eisernen Vorhangs“ von der bewegten, jüngeren Geschichte. Und die wildromantischen Ruinen und Burganlagen im Thayatal deuten auf eine nicht immer friedvolle Vergangenheit hin. Der Nationalpark Thayatal und der Národní park Podyjí bewahren in grenzüberschreitender Zusammenarbeit dieses Naturjuwel für kommende Generationen.
Link: >> www.np-thayatal.at
03.05.2011,


